150 Modelbahn-Streckenpläne (Miba Verlag)

Catalogusnummer: 
B0070

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Wenn Sie diese Zeilen nicht lesen . . .
. . . und gleich in den Streckenplänen zu blättern beginnen würden, so wäre das durchaus verständlich. Denn hier handelt es sich nicht um ein „ Lehrbuch der Anlagenplanung“ oder um „Gleisplan-Theorien“, sondern lediglich um eine neu kommentierte Zusammenfassung bereits in der MIBA veröffentlichter Streckenpläne. Doch gerade das garantiert eine Vielzahl der verschiedensten Themastellungen, Auffassungen und Wege, einen Gleisplan „anzupacken“. Und wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen. So wird der Anfänger zunächst staunend einige „Superanlagen“ betrachten, interessiert die zahlreichen Lösungen zur Überwindung der Platznot studieren und mit der Zeit einen gewissen Blick für Betriebsmöglichkeiten, Bahnhofsanordnungen usw. entwickeln. Den fortgeschrittenen Modellbahner spricht vielleicht die besondere Lage eines Industrie-Gleisanschlusses, eine raffiniert ausgeklügelte Bw-Zufahrt oder eine elegant geschwungene „Paradestrecke“ an. Gemeinsam wird für beide das ständige Vergleichen sein und die immer wieder neu gestellte Frage: Wie würde ich es machen?
Und zu genau dieser Frage sollen die verschiedenen Entwürfe immer wieder herausfordern bzw. die eigene Phantasie anregen - denn ein sklavischer Nachbau dieses oder jenes Streckenplans wird sowieso meist nicht in Frage kommen; dazu sind die Modellbahner zu sehr Individualisten und die Geschmäcker zu verschieden. Bei eigenen Entwürfen sind jeden falls Landschaft und Zubehör (und vor allem Lieblingsprojekte) hinsichtlich des Platzbedarfs unbedingt mit zu bedenken, will man vor späteren „Überraschungen“ sicher sein! tSiehe in diesem Zusammenhang auch unseren diesbezüglichen Tip auf S. 135.)
Selbstverständlich mag manchem der eine oder andere Entwurf wie gerufen kommen dann wird er danach trachten, den Plan auf seine speziellen Raumverhältnisse und die Nenngröße seiner - vielleicht erst noch anzuschaffenden - Modellbahn zu übertragen. Um dieses Umdenken zu erleichtern, haben wir bei allen Anlagen die Hauptabmessungen und den Zeichnungsmaßstab für die drei gebräuchlichsten Nenngrößen HO, TT und N angegeben; dabei ist die Nenngröße, für die der betreffende Plan ausgelegt ist, jeweils durch Fettdruck hervorgehoben. Die Umrechnungen stimmen nicht genau auf den Zentimeter, sondern sind auf- bzw. abgerundet. Einmal vermitteln sie so einen leichteren Überblick über den jeweiligen Platzbedarf, zum anderen wären die genauen Maße sowieso nicht verbindlich, da sie schließlich bei anderen Bahngrößen zu sehr von den Kurvenradien, Weichenwinkeln usw. Des jeweiligen Gleismaterials abhängen. Wenn Sie diese Zeilen nun doch gelesen haben, dann haben Sie entweder alles schon gewußt - umso besser für Sie! - oder Sie haben einige Richtlinien erhalten, die Ihnen das Verständnis der Streckenpläne und Kommentare erleichtern.
M. Meinhold
W. Weinstötter